Johann Gottfried Weiske: Zwšlf geistliche prosaische GesŠnge  mit Begleitung des Claviers  und Beschreibung eines Tactmessers

Johann Gottfried Weiske: Zwšlf geistliche prosaische GesŠnge mit Begleitung des Claviers und Beschreibung eines Tactmessers

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Johann Gottfried Weiske (16. 6. 1745 in Doberenz Ð 12. 11. 1806 in Mei§en) besuchte ab 1761 die Leipziger Thomasschule und wechselte 1767 an die dortige UniversitŠt. 1769 wurde er Substitut des Kantors in Mei§en und 1774 dessen Nachfolger.

Seine 1789 in Leipzig erschienenen "Zwšlf geistliche[n] prosaische GesŠnge mit Begleitung des Claviers und Beschreibung eines Tactmessers" sind nach aktuellem Kenntnisstand die ersten Kompositionen im deutschsprachigen Raum mit einer exakten Tempoangabe sind. €ltere Angaben (wiederum auf den deutschen Sprachraum bezogen) waren AuffŸhrungsdauern, die gewisse Rundungen beinhalten kšnnen und eine nachtrŠgliche Berechnung des Tempos erfordern. Teilweise beziehen sie sich auch auf mehrteilige Werke und erlauben damit keine genauen RŸckschlŸsse auf einzelne Tempi.

Der einleitende Aufsatz des Herausgebers setzt die Tempi der "GesŠnge" in Verbindung mit denen von Weiskes "Sechs Sonaten fŸr Clavierspieler der mittleren Classe" (1804), in welchen er ebenfalls Pendelangaben verwendet, und vergleicht sie mit den Temposystemen von Johann Joachim Quantz (1752) und Daniel Gottlob TŸrk (1789).

Die Lieder sind, wie in dieser Zeit nicht unŸblich, im Original auf nur zwei Systemen notiert, d.h. das obere System enthŠlt gleichzeitig die Noten fŸr die SŠngerin und fŸr die linke Hand der Clavierspielerin.
In der vorliegenden Ausgabe wurde fŸr die SŠngerin ein eigenes System eingerichtet und zudem statt des originalen SopranschlŸssels der heute gelŠufigere ViolinschlŸssel verwendet. Die Texte sind mit einer Ausnahme den Psalmen entnommen.

Der Umfang der Singstimme liegt zwischen c' und h" (Sopran).